Social Web-Kompetenz: Kommentieren und Kommunizieren von Informationen

Die Grenzen zwischen Mensch und Amt, mündlicher und schriftlicher Kommunikation, vertraulich und öffentlich verschwimmen im Social Web. Sobald ich dort also nicht nur mitlese, sondern auch aktiv teilnehme, brauche ich neue Fertigkeiten.

Wichtige Fertigkeiten für das Kommentieren und Kommunizieren von Informationen im Social Web

  • Informationen gezielt teilen
  • sich bewusst sein, dass Informationen in Beiträgen und Profilen langfristig und für einen bestimmten Personenkreis oder öffentlich sichtbar sind
  • auf Beiträge oder Kommentare anderer angemessen reagieren

Wo brauche ich diese Fertigkeiten im Berufsalltag?

Gezieltes Teilen bedeutet
1) Informationen an Personen weitergeben, die davon profitieren könnten: Kolleginnen über soziale Netzwerke, Twitter oder das Intranet auf gute arbeitsrelevante Präsentationen aufmerksam machen
2) Informationen nur an Personen weitergeben, für die sie gedacht sind: Facebook nutze ich zwar überwiegend privat, bin aber auch mit einigen entfernten Kollegen befreundet, die es nichts angeht, was ich abends gemacht habe.

Damit zusammen hängt, dass ich mir darüber im Klaren sein muss, wer Informationen sehen kann, die ich im Social Web hinterlasse und welche Konsequenzen das haben könnte. Wenn ich zum Beispiel in Foren Fragen zu einem Problem stelle, muss ich genug Informationen zur Verfügung stellen, um hilfreiche Antworten erhalten zu können, ich darf aber keine Unternehmensinterna ausplaudern. Und ich sollte nicht öffentlich posten, wenn ich mich über einen Kunden geärgert habe.

Nicht zuletzt muss ich mit Foren-Kommentaren wie „Alter, das ist wirklich eine dämliche Frage!“ umgehen können Aber ich muss auch im Projektforum aufpassen, dass ich mir Bemerkungen wie „Ach, hast wohl heute keine Lust selbst zu arbeiten!“ verkneife, obwohl ich sie mündlich gegenüber meiner Kollegin im Scherz problemlos fallen lassen kann – nicht sehr wahrscheinlich, dass ihr Chef das auch witzig findet.

Können die Azubis das nicht schon?

Zum Teil bestimmt. Viele haben schon ein Bewusstsein dafür, dass nicht alles bei Facebook gepostet werden sollte. Doch mit Gruppen in beruflichen sozialen Netzwerken oder Profilen im Intranet haben bisher die wenigsten gearbeitet. Und Kündigungen wegen der versehentlichen Veröffentlichung von Unternehmensinterna oder unpassender Kommentare auf Twitter während Konferenzen würden wir doch gerne alle vermeiden.

Übrigens: Unsere Artikel können Sie kommentieren, indem Sie oben rechts neben der Überschrift auf die Sprechblase klicken.

Autorinnen: Julia Hegmans und Clara Oloff
Bildquelle: Translation by d͡ʒɛrmi Good, The Noun Project

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Ein Kommentar zu “Social Web-Kompetenz: Kommentieren und Kommunizieren von Informationen

  1. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist auch die Formulierung und Rechtschreibung eigener Beiträge. Viele Jugendliche sind es von der privaten Nutzung Sozialer Medien nicht gewohnt, auf ordentliche Formulierung und Groß-/Kleinschreibung zu achten. Dies kann im beruflichen Umfeld schnell als unprofessionell eingestuft werden und macht insbesondere bei Kunden und Partnern einen schlechten Eindruck.

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